Goodbye Singapore and Hello Germany!
5. Juni 2007Meine Rückkehr aus Singapur ist jetzt schon fast 2 Monate her! Zeit, um ein Resümee zu ziehen. Erst noch kurz, was bisher so passiert ist:
Martina und ich fahren an den Flughafen. Nach einer kurzen, schmerzlosen Verabschiedung von Tom und Co. Es ging zum Abschluss noch mal zu unserem “Stamminder” Khansama. Es war ein seltsames Gefühl! Die Fahrt zum Flughafen war nichts unbekanntes gewesen in den letzten 6 Monaten. Die Fahrt hatte aber etwas Endgültiges. Die letzte Fahrt mit einem Cab, vorbei an Singapur, vorbei an der Heimat der letzten 186 Tage. Ich muss sagen, Dass ich S’pore tatsächlich als 2. Heimat bezeichnen würde. Ein letzter Blick auf die Skyline und die Gedanken beginnen zu schweifen. Was ich alles erlebt habe! Erleben durfte! Nicht viele Menschen dürfen diese Erfahrung machen. Zeit für etwas Dankbarkeit. Es ist weiß Gott nicht selbstverständlich gewesen. Neben den Dingen, die ich im Praktikum gelernt habe, durfte ich SEA erkunden: Singapur, Malaysia, Thailand, Indonesien, Hong Kong, Vietnam, Kambodscha, Laos! Wer kann das von sich behaupten? Sicher nicht viele Menschen! Okay viele, die sich hierher verirren, haben das vor sich, aber was ist mit den anderen? Ich kann jedem nur empfehlen, mir es gleich zu tun. Ich hatte eine Zeit, die ich nie wieder vergessen werde. Neben diesen “philosophischen” Dingen ging mir auch was ganz banales durch den Kopf: Nehmen sie mich und meinen Koffer überhaupt mit?
Antwort: JA! 30 kg zeigte die Waage! 20 kg waren erlaubt. Die Dame am Schalter kümmerte sich aber überhaupt nicht darum, sondern befestigte nur einen Zettel mit einer großen 30 am Koffer!
Hürde genommen. Den Rest (die Verabschiedung) erspare ich euch lieber, denn wie die abgelaufen ist, könnt ihr euch sicher denken!
Im Nachhinein waren es nur 3 Wochen, aber das sieht man in einer solchen Situation nicht! Der Kleine wurde zurückgelassen und der Große bekam seinen letzten Stempel in der Pass. Ein böser Gruß geht an dieser Stelle an die blöden Malaien, die mir mit einem Stempel zu Beginn der 6 Monate meinen “perfekten” Pass zu Nichte machten!
Als ich dann endlich im Flieger saß und das Gepäck verstaut war, musste doch tatsächlich einer wieder aussteigen! Dieser Umstand wäre nicht so schlimm gewesen, wenn er nicht einen Koffer im Bauch des Vogels gehabt hätte. Bis dieser endlich gefunden wurde, vergingen Minuten. Irgendwann war ich froh, als wir in der Luft waren. Es hat nicht lange gedauert, bis ich im Reich der Träume war. Ich war fertig! Kann sogar nicht mehr sagen, ob wir auf Sri Lanka einen Zwischenstopp hatten!
Butterweich landete der Flieger von Emirates in Dubai. Dort musste ich leider feststellen, dass die Zeit für einen kleinen “Ausritt” nicht reichen würde. Allein für den Weg zum Gate braucht man fast eine Stunde!
Wieder geht einem das letzte halbe Jahr durch den Kopf. Man lässt Revue passieren, was man alles erlebt hat. Der Flug nach Singapur, wie nervös ich war, der Einzug ins Plaza, das erste Abendessen mit Tom, der erste Arbeitstag, das erste Mal Insomnia, erster Trip nach Malaysia, Restkarten für Petronastowers, Melakka, WE auf Bintan, Macau, Silvester in Hong Kong, Umzug in die Mergui Mansions, Kambodscha, Angkor Wat, Bangkok, Sirocco-Bar (!), das schlechte Essen am Mittwoch danach (!), Insomnia mit Désirée und Marius, Insomnia bzw. unser Platz davor am Mittwoch drauf, unser Haus, Bali, Vietnam, Mount Kinabalu, Heimflug von Désirée, Marius und Nadine (!) =), Boat Quay, Pulau Rawa, Laos, …! Schon ging es weiter Richtung Deutschland. An Schlaf war nicht zu denken. Langsam wurde ich nervös. Ein Gefühl irgendwo zwischen Traurigkeit und Freude! Nicht leicht zu beschreiben! Die Landung in Frankfurt fand ich lustig! Die anderen Passagiere nicht so! Tja, ein Flug mit Lao Air macht einen da ruhiger. Wenigstens dafür waren die Todesängste gut!
Die Kontrolle ging überraschend schnell, die Gepäckausgabe überraschend langsam! Es gab 2 Bänder für einen Flug, was für ziemlich Chaos sorgte. Noch eine kurze Info dazu, wie nervös ich war: Ich habe gestunken wie ein Schwein!
Mit meinem Koffer und einer Reisetasche einem Rucksack ging es Richtung Ausgang! Das Abenteuer SOA war zu Ende! Mein Empfangskomitee stand bereit. Ich habe mich nicht mal gewundert, dass “der Hans Köhler” und “die Désirée Köhler” nicht am Ausgang warteten. Nach einer kurzen Begrüßung mit den Worten: “Du riechst aber streng!”
ging es zum Auto und mit 200 km/h nach Hause! Mit dem, was mich da erwartete, hätte ich nie gerechnet, obwohl es im Nachhinein den einen oder anderen Hinweis gegeben hat: eine Überraschungsparty mit Familie, Freunden und Bekannten! Ich war zwar hundemüde, aber ich habe mich echt gefreut. Zudem verhinderte das Feiern bis in die Nacht das Auftreten eines Jetlags! Meine Erkenntnis nach der Party: deutsches Bier und deutsche Bratwurst schmeckt auch nach 6 Monaten noch leckerST!
Zwischendurch arbeitete ich an der Vernichtung meines singapurischen Prepaid-Guthabens. Muss sagen, dass mir das ziemlich gut gelungen ist! Entgegen meines Vorhabens bekam mich die Uni am nächsten Tag nicht zu Gesicht!
Mittlerweile habe ich mich schon wieder eingelebt, obwohl ich gerne wieder zurück gehen würde. Irgendwann werde ich das auch ganz sicher in die Tat umsetzen. Bis dahin pendle ich lieber von Karlsruhe nach Nürnberg! Was soll ich in Singapur?
Abschließend lässt sich sagen: Die 6 Monate in Singapur waren eine geile Zeit! Ich will keine Sekunde missen, auch wenn ich manches vielleicht anders gemacht hätte, z.B. wäre ich gerne früher nach BKK!
Noch mal: Ich rate jedem dazu, die Chance zu nutzen, wenn einem die Möglichkeit geboten wird! Ich danke allen, die mir diese Zeit ermöglicht oder mir selbige verschönt haben! Ich denke, die betreffenden Personen wissen, dass ich sie meine! Hiermit schließe ich vorerst den Singapore-Blog. Ein Dank geht auch an die fleißigen und sporadischen Leser und Kommentatoren. Durch euch habe ich nie den Spaß am Schreiben verloren. Ich hoffe, euch hat es genauso viel Spaß gemacht!? In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Zeit! Diejenigen, die ich nicht ständig um mich habe, hoffe ich, irgendwann mal wieder zu sehen. Wo genau das sein wird, weiß ich natürlich nicht, aber mir ist jeder Kontinent recht, denn es gibt so viel zu sehen auf unserer Erde, dass es mich überall mal hinverschlagen wird!
Bis bald!
Dein/Euer/Ihr
Andreas K.
